Seit dem 01. Januar 2002 gibt es in 21 europäischen Ländern die einheitliche Währung „Euro“. Allein hier in Deutschland gibt es bis heute viele Menschen, die sich nach der guten alten D-Mark zurück sehnen. Außerdem rechnen auch noch immer viele Deutsche von Euro-Preisen in D-Mark-Preise zurück. Teilweise tue ich das auch. Gerade gestern habe ich beim Einkauf überlegt, dass ein Kopf Salat 1,59 Euro kosten sollte, ich aber keineswegs bereit wäre, runde drei D-Mark dafür auszugeben. Also habe ich den Salat liegen gelassen. Natürlich hat der Preis auch mit der Saison zu tun. Aber runde drei D-Mark für einen Salat hat es früher auch im schlimmsten Winter nicht gegeben. Warum muss es denn rund ums Jahr eigentlich Salat geben? Kann nicht – gerade bei Obst und Gemüse – auf die Saison geachtet werden? Warum nicht wie früher im Winter Kohlsorten und anderes Wintergemüse nutzen und im Sommer dann entsprechende Obst- und Gemüsearten genießen? So zum Beispiel geht es doch nach wie vor prima mit Spargel und Erdbeeren. Zu deren Saison kann man bis zum Abwinken jede Menge genießen, bis es nicht mehr schmeckt. Dann hat man bis zum kommenden Jahr Zeit, wieder Appetit auf diese Artikel zu bekommen. Und je nach Saison sind die Sorten auch entsprechend bezahlbar. Andererseits kann man ja auch in der Saison mehr von allen kaufen und dann Vorräte für andere Zeiten einfrieren oder wie zu Großmutters Zeiten einkochen. Gerade hierfür würde es sich sogar lohnen, vor Ort die Landwirte anzusprechen. Manchmal sind diese froh, eventuelle Ernteüberschüsse zu sehr niedrigen Preisen abgeben zu können als selbige entsorgen zu müssen und dann auch noch Kosten dafür zu tragen. So mancher Landwirt hat vielleicht sogar einen Hofladen eingerichtet, wo er zumindest Teile seiner Produktion von Obst, Gemüse und Fleischwaren im Direktvertrieb dem Verbraucher anbietet. Diese zusätzliche Einnahmequelle ist bei manchem landwirtschaftlichen Betrieb vielleicht sogar überlebenswichtig. Und gerade dann lohnt sich die Investition, beispielsweise eine Scheune zum Laden umzubauen und auch eine moderne Kasse zu installieren. Sicher sind die Investitionen zunächst eine erhebliche zusätzliche Belastung. Doch auch in einem landwirtschaftlichen Betrieb kann ein Kassensystem sinnvoll sein und sich im Laufe der Zeit rechnen. Denn es muss ja nicht die einfache Registrierkasse nur für den Hofladen sein. Eine Komplettlösung könnte doch sein, dass ein Kassensystem nicht nur die Verkäufe des Hofladens erfasst, sondern dass auch buchhalterische Tätigkeiten möglich sind. Zum Beispiel kann der Hof seine gesamten Buchungen über ein Kassensystem erledigen: angefangen bei der Verbuchung der Energiekosten bis hin zur Eingabe von Verkäufen an Großabnehmer, z. B. Supermärkte aus der Region.
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