Archiv für März 2009
Ein Kiosk ist eine Verkaufsstelle mit meistens ganz anderen Öffnungszeiten als andere Geschäfte im Einzelhandel. Oft ist schon morgens früher und abends meist länger als anderswo geöffnet. Im heutigen Sprachgebrauch ist der Kiosk eine Verkaufsstelle in Form eines kleinen Häuschens oder eines einzelnen von der Straße aus begehbaren Raums in einem Haus. Das Warenangebot in einem Kiosk ist in aller Regel eingeschränkt und umfasst die Bereiche Tabakwaren, Zeitschriften, Getränke, lose und verpackte Süßigkeiten sowie Knabbereien. Meist sind Kioske auch inhabergeführt, weitere Angestellte sind eher selten. Auch die Lagerflächen sind sehr begrenzt was bedeutet, dass der Warenfluss ständig durch Einkäufe sichergestellt werden muss. Der Inhaber eines Kiosks macht sich meist selbst auf den Weg zum Großmarkt oder auch zu einem nahegelegenen Supermarkt-Discounter. Hier können die Waren recht günstig beschafft werden und dann mit entsprechendem Preisaufschlag weiterverkauft werden. Gut, wegen des geringen Platzes ist das Warenangebot im Kiosk beschränkt, da muss der Umsatz über die höheren Preise eingenommen werden. Und an Zeitschriften und Tabakwaren wird ja soviel auch nicht verdient. Da müssen andere Waren entsprechend kalkuliert werden. Schließlich muss der Inhaber Miete für die Räume zahlen, eventuelle Mitarbeiter wollen auch ihr regelmäßiges Gehalt sehen. Zusätzliche Energiekosten für Strom und Heizung fallen wie überall sonst auch an. Und am Ende möchte der Inhaber natürlich auch am Umsatz des Kiosks teilhaben und etwas verdienen. Für den Umsatz und dessen Abrechnung ist natürlich auch im Kiosk eine Kasse nötig. Der eine Kiosk bei mir im Wohnort ist mit einer Registrierkasse ausgestattet. Hier werden die Beträge der Waren über eine einfache Tastatur registriert und dann über weitere Tasten verschiedenen sogenannten Warengruppen zugeordnet. Auch die Pfandverrechnung von dort gekauften Getränken wird über die Registrierkasse abgewickelt. Registrierkassen summieren Verkäufe auf und können Pfandgutschriften mit einer Minus-Rechnung vom zu zahlenden Betrag abziehen. Für so kleine Unternehmen wie Kioske sind Registrierkassen also völlig ausreichend. Die Buchhaltung ist übersichtlich und schnell zu erledigen. Schließlich ist das Warenangebot nicht so riesig und auch die Verkäufe sind überschaubar. Eine Inventur ist manuell ebenso schnell erledigt, so dass auch hierfür eine Unterstützung einer Netzwerkkasse nicht nötig ist. Die Registrierkasse erstellt täglich eine Bonrolle, auf der die Umsätze des Tages im Einzelnen ebenso dokumentiert sind, wie auch die Gesamtsumme und die Steuerbeträge als Einzel- und als Gesamtbetrag. Kassensysteme wären in Kiosken ganz einfach nicht ausgelastet. Darum wäre die Anschaffung eines Kassensystems für einen so kleinen Betrieb schlicht eine Fehlinvestition. Denn die verwalterischen Aufgaben sind in so geringem Ausmaß schnell manuell erledigt und durch die Belege aus der Registrierkasse ausreichend nachgewiesen. Also: Kiosk und Kassensystem oder gar Netzwerkkasse gehören schlicht nicht zusammen. An der Registrierkasse ist es schließlich auch möglich, mit einem Kartenlesegerät die bargeldlose Zahlung vorzunehmen. Und auch ein Anforderungsgerät für Handy-Prepaid-Karten kann installiert werden. Online wird dann von verschiedenen Mobilfunkanbietern eine Auflade-Nummer angefordert die mit einem Bon ausgedruckt und vom Bankkonto des Geschäfts abgebucht wird. Der Verkauf an den Kunden wird dann über z.B. die Registrierkasse im Kiosk verkauft und gegengerechnet.
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Deutschland ist als Standort gar nicht schlecht. Die Infrastruktur ist sehr solide und die Fachkräfte sind gut ausgebildet. Seit vielen Jahren wurden Arbeitsplätze aus dem produzierenden Gewerbe aus Deutschland heraus nach Osteuropa verlagert um Personalkosten zu sparen. Gut, darüber wurde ja durchaus auch diskutiert. Mittlerweile erkennen aber auch in Deutschland ansässiger Unternehmen aus dem Ausland, das der Wirtschaftsstandort Deutschland klar im Vorteil ist. Zwar sind hier die Lohnnebenkosten höher als andernorts. Das scheint aber in Anbetracht von hoher Produktionsqualität, guter Infrastruktur und Zuverlässigkeit zweitrangig zu sein. Die Infrastruktur ist ein wichtiges Element der Wirtschaft. Gastronomie & Handel sind in Nachbarschaft zu produzierenden und Industriebetrieben notwendig. Arbeitnehmer aus Produktion und Industrie gehen möglicherweise mittags in der Imbissbude etwas essen. Gut beraten ist, wer seinen Gastronomiebetrieb und den Standort mit gutem Konzept an der Stelle gewählt hat. Es gibt auch Arbeitnehmer, die während der Mittagszeit nötige Einkäufe erledigen. Das wäre dem Einzelhandel sehr zuträglich. In Gewerbegebieten kann es also durchaus auch lohnenswert sein, als Einzelhändler oder Gastronom dort einen Standort zu haben. Moderne Kassensysteme sind da vielleicht nicht das non plus ultra, aber auch nicht unwichtig. Kassensysteme und Netzwerkkassen erleichtern viele Arbeitsabläufe, geben alle nötigen Belege für die betriebliche Buchhaltung aus und können innerhalb eines Betriebes (fast) alle Bereiche verbinden. Gut, ein kleiner Imbissbetrieb benötigt sicher kein Kassensystem zur Abrechnung der Tageseinnahmen. Hier reicht eine gute Registrierkasse aus. Aber die Filiale eines Supermarktes wird sicher mit Netzwerkkassen oder Kassensystemen ausgestattet sein. In Industriebetrieben ansässige Imbissbetriebe sind häufig in Verkaufswagen, ähnlich einem Wochenmarktwagen, installiert. Das hat den Vorteil, dass der Standort relativ leicht zu wechseln ist. Durch diese geringe Betriebsgröße kann hier aber auch kein Kassensystem installiert werden. Selbst für eine Registrierkasse ist in manchen Fällen kein Platz. Da muss dann tatsächlich die Kasse herkömmlich mit einer einfachen Geldkassette und mit Stift und Papier für Belege geführt werden. Aber zurück zum Standort Deutschland. Viele hier ansässige (auch ausländische) Unternehmen, wollen in diesem Jahr ebenso viel, teilweise sogar mehr als im Vorjahr investieren. Das macht doch Mut, oder? Ich finde das lässt hoffen, dass die Krise doch nicht so arg zuschlägt wie befürchtet. Schon deswegen, weil sich Investitionen auch branchenübergreifend auf die Wirtschaft und die Infrastruktur auswirken. Wenn ein Industriebetrieb durch Investitionen Arbeitsplätze sichert, kann das in der Gastronomie zur Folge haben, dass auch hier keine Arbeitsplätze in Gefahr geraten. Denn Mitarbeiter aus der Industrie gehen in der Mittagspause auch gern einmal essen. Vielleicht nicht im Restaurant aber dafür in der Imbissbude um die Ecke. Gesicherte Arbeitsplätze z.B. in der Industrie helfen auch Arbeitsplätze im Handel zu sichern. Denn wer regelmäßiges Einkommen hat kann auch mehr als nur das nötigste einkaufen. Da können dann auch Sonderanschaffungen von Privathaushalten getätigt werden. Und das wird sich in der Kasse des Handels bemerkbar machen. Und da ist es zweitrangig, ob Registrierkassen, Kassensysteme oder komplexe Netzwerkkassen genutzt werden.
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